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PATHOLOGIEN
SPASTIZITÄT

Protokoll

Spastizität: Anpassung der Behandlungsdauer an den Behandlungsfortschritt.

 

Frequenz der Behandlung

1-2 Sitzungen von 20-30 Minuten pro Tag.

Position des Patienten

Der Patient bzw. der zu behandelnde Körperbereich müssen so gelagert werden, dass bei der Bewegung eine maximale Gelenkamplitude erzielt werden kann. Im Gegensatz zu den klassischen Regeln beim Einsatz der NMES ist es bei diesen Behandlungen vorteilhaft, eine isotonische Kontraktion des Antagonisten zu erreichen, die eine Bewegung bis zur maximalen Gelenkamplitude ermöglicht und damit eine maximale Streckung des spastischen Muskels hervorruft.
- Untere Gliedmaßen: Bein: Patient sitzt; Oberschenkel: Horizontallagerung (Bauch);
- Beckengürtel: Horizontallagerung (Rücken);
- Schultergürtel: Patient sitzt, Arm 30° vom Körper abgewinkelt, Ellenbogen aufgestützt;
- Obere Extremitäten: Patient sitzt; Trizeps: Ellenbogen nach außen gedreht (Supination); Streckmuskeln Finger/ Handgelenk: nach innen gedreht (Pronation).

 

Platzierung der Elektroden

Die Elektroden werden am Antagonisten des zu behandelnden spastischen Muskels angebracht. Stimuliert wird ausschließlich der Antagonist, nicht jedoch der spastische Muskel selbst!

Manuelles Auslösen der Stimulation: Wenn Sie den mi-SENSOR verwenden (was zu empfehlen ist), beginnt die Stimulationssitzung automatisch mit der Messung der Chronaxie (mi-SCAN). Dieser kurze, etwa 10 Sekunden dauernde Test ermöglicht die Adaptation der optimalen Dauer des Stimulationsimpulses und garantiert somit höchsten Komfort. Wird der mi-SENSOR nicht verwendet, muss zuvor die Behandlungszone gewählt werden. Anschließend muss die Energie allmählich bis zur ersten Kontraktion des Antagonisten erhöht werden. Nach jeder Kontraktion folgt eine Ruhephase von 5 Sekunden. Nach Ablauf dieser Zeit muss die +-Taste eines beliebigen Kanals gedrückt werden, um die nächste Kontraktion auszulösen. Auf diese Weise lassen sich die Kontraktionen manuell auslösen und somit auch kontrollieren. Dieses Verfahren bietet für den Patienten einen psychologischen Vorteil und gestattet es ihm, die Kontraktionen eigenhändig auszulösen und synchron mit den entsprechenden Bewegungen durchzuführen.