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PATHOLOGIEN
REHABILITATION DER GESÄSSMUSKELN NACH HÜFTPROTHESENEINSATZ

Protokoll

• Hüftprothese Stufe 1: 1. Woche
• Hüftprothese Stufe 2: 2.-3. Woche
• Hüftprothese Stufe 3: 4. Woche

 

Frequenz der Behandlung

Einmal täglich. 5 Tage pro Woche.
Über 4 Wochen.

Position des Patienten

Nach Möglichkeit wird der Patient im Stehen behandelt, was eine zusätzliche Anforderung an die propriozeptive Kontrolle darstellt. Andernfalls kann die Sitzung auch ganz oder teilweise im Sitzen oder auf dem Bauch liegend durchgeführt werden.

 

Platzierung der Elektroden

Man verwendet 2 Kanäle, einen zur Stimulation des großen, den anderen für den mittleren Gesäßmuskel. Eine kleine positive Elektrode wird auf dem Gesäß an der Schnittlinie der rechtwinkligen Achsen, welche das Gesäß in vier gleichgroße Rechtecke unterteilen (Reizpunkt des großen Gesäßmuskels), angelegt. Eine zweite kleine positive Elektrode ober- und außerhalb des oberen äußeren Quadranten des Gesäßes in Höhe des mittleren Gesäßmuskels angelegt, dort wo dieser nach oben und außen über den großen Gesäßmuskel hinausgeht. Zu den beiden Kanälen gehört eine einzelne große negative Elektrode, die seitwärts schräg im unteren äußeren Quadranten des Gesäßes angebracht ist. Diese Elektrode darf nicht über Narbengewebe angelegt werden (s. Abb. 9).

Besonderheit: Die Art des von den Compex-Stimulatoren bei diesen Programmen bereitgestellten Stroms (zweiphasiger kompensierter symmetrischer Strom) ermöglicht eine sichere Arbeit in unmittelbarer Nähe des Osteosynthesematerials.
Zur Vorsicht sind niedrige Stromfrequenzen, die einzelne Muskelzuckungen erzeugen, die beim Prothesematerial Vibrationen hervorrufen, zu vermeiden. Sie wurden aus den Hüftprothese-Programmen entfernt.