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PATHOLOGIEN
PLASTISCHER ERSATZ DES VORDEREN KREUZBANDES (VKB)

Protokoll

VKB: 1.-6. Woche

 

Frequenz der Behandlung

Täglich eine oder zwei Sitzungen
(bei zwei Sitzungen täglich muss zwischen den Sitzungen eine ausreichende Ruhepause eingelegt werden)
Minimum: 3 Sitzungen pro Woche.

Position des Patienten

Die ersten Sitzungen, bei denen die Muskelsteife behoben werden soll, können mit ausgestrecktem Bein durchgeführt werden. Unter die Kniekehle sollte dabei ein Polster gelegt werden. Bei den folgenden Sitzungen sitzt der Patient mit bequem angewinkelten Beinen. Wenn die Mobilität des Gelenks wiederhergestellt ist, sollte das Knie im Idealfall in einem Winkel zwischen 60° und 90° gebeugt werden.

 

Platzierung der Elektroden

Die Reihenfolge der Stimulationssequenzen erfordert die Einhaltung der Nummerierung der Kanäle, da die Stimulation der ischiokruralen Muskulatur vor jener des Quadrizeps beginnen muss. Die Kanäle 1 und 2 werden zur Stimulation der ischiokruralen Muskelgruppe genutzt, die Kanäle 3 und 4 zur Stimulation des Quadrizeps. Bei beiden Muskelgruppen sollten die kleinen positiven Elektroden genau auf die in Zeichnung Nr. 6 eingezeichneten motorischen Reizpunkte aufgesetzt werden. Noch besser ist es, die motorischen Reizpunkte den Anweisungen folgend zu lokalisieren.

Mit den VKB-Programmen kann wegen des besonderen Modus der sequentiellen Stimulation die Energie der Kanäle 3 und 4 nicht eingestellt werden, ohne vorher die Kanäle 1 und 2 eingestellt zu haben. Es handelt sich dabei um eine zusätzliche Sicherheit, die die Kontraktion des Quadrizeps ohne vorhergehende Kontraktion der ischiokruralen Muskelgruppe ausschließt. Patienten, die versuchen, mit der maximal erträglichen Energie zu arbeiten, erreichen in der Regel eine höhere Energie auf den Kanälen 3 und 4 (Quadrizeps) als auf den Kanälen 1 und 2 (ischiokrurale Muskelgruppe).