Die Implantation einer Hüftprothese hat, wie alle orthopädisch-chirurgischen Eingriffe an der Hüfte, eine Atrophie der Gesäßmuskeln zur Folge, die mit einem Verlust der aktiven Stabilität bei einseitiger Belastung und beim Gehen einhergeht.
Neben Übungen und aktiver Krankengymnastik ist die neuromuskuläre Elektrostimulation der großen und mittleren Gesäßmuskeln speziell zur effizienten Behandlung der Insuffizienz dieser Muskeln angezeigt.
Die Sequenzen mit sehr niedrigen Frequenzen wie in den Aufwärmphasen, die Sequenzen der aktiven Erholung zwischen den tetanischen Kontraktionen und die Sequenzen der Entspannungphase am Ende der Sitzung führen zu individuell verschiedenen Muskelzuckungen, die Vibrationen des Prothesenmaterials hervorrufen können. Die 3 Stufen des Programms Hüftprothese entsprechen jeweils den Programmen: Muskelatrophie, Stufe 1, Muskelatrophie, Stufe 2 und Muskelkräftigung, Stufe 1, wobei die sehr niedrigen Frequenzen entfernt wurden. Die 3 Stufen des Programms Hüftprothese bestehen also nur aus - durch Phasen vollkommener Ruhe voneinander getrennte - Phasen tetanischer Muskelkontraktionen.